
Der Mund als Spiegel der Gesundheit – warum gesundes Zahnfleisch den ganzen Körper schützt
Parodontitis ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit – und sie verläuft oft unbemerkt, weil sie nicht schmerzt. Unbehandelt führt sie nicht nur zu Zahnverlust, sondern steht auch mit zahlreichen Allgemeinerkrankungen in Zusammenhang. Über die Blutbahn können Bakterien und Entzündungsbotenstoffe aus dem Mund den ganzen Körper beeinflussen.
Mögliche Zusammenhänge zwischen Zahnfleischgesundheit und Allgemeingesundheit
Diabetes und Parodontitis beeinflussen sich wechselseitig: Diabetes kann Zahnfleischentzündungen begünstigen, und eine unbehandelte Parodontitis kann den Blutzucker erhöhen und die Diabetes-Einstellung erschweren.
Bakterien und Entzündungsbotenstoffe aus erkranktem Zahnfleisch können über die Blutbahn die Gefäße belasten. Studien zeigen einen Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose.
Chronische Entzündungen im Mund und bestimmte Parodontitis-Bakterien werden mit einem erhöhten Risiko für Alzheimer und Demenz in Verbindung gebracht.
Parodontitis und rheumatoide Arthritis teilen entzündliche Mechanismen. Die Behandlung der Zahnfleischentzündung kann sich positiv auf den Verlauf der Rheumaerkrankung auswirken.
Osteoporose und Parodontitis hängen über den Knochenstoffwechsel zusammen – ein verstärkter Knochenabbau im Körper kann auch den Kieferknochen betreffen.
Eine unbehandelte Parodontitis kann das Risiko für Frühgeburten und ein niedriges Geburtsgewicht erhöhen. Gesundes Zahnfleisch ist daher gerade bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft wichtig.
Bakterien aus dem Mund können in die Atemwege gelangen und Lungenentzündungen begünstigen – besonders bei älteren oder immungeschwächten Menschen.
Das Mundmikrobiom ist mit dem Darmmikrobiom verbunden. Entzündungen im Mund können mit chronischen Darmerkrankungen in Zusammenhang stehen.
Chronische Entzündungen und das Mikrobiom beeinflussen auch die psychische Gesundheit. Studien sehen einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Depression.
Hinweis: Die genannten Zusammenhänge beruhen auf wissenschaftlichen Studien und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung.
Das körpereigene Schutzsystem Ihres Mundes (nach Prof. Dr. rer. nat. G. Conrads)
Mehr als nur Flüssigkeit: Speichel enthält über 50 schützende Stoffe wie antimikrobielle Peptide und Antikörper, die Keime abwehren und wegspülen.
Die Mundschleimhaut bildet eine mehrschichtige, dichte Barriere, die das Eindringen von Keimen in tiefere Gewebeschichten verhindert.
Spezialisierte Abwehrzellen wie Makrophagen und T-Zellen patrouillieren im Mund, erkennen Bedrohungen und beseitigen sie.
Nützliche Bakterien halten das Gleichgewicht im Mund und verdrängen schädliche Keime – ein gesundes Mikrobiom als natürlicher Schutz.
Je früher erkannt, desto schonender behandelbar
Eine schnelle, nahezu schmerzfreie Untersuchung zur Früherkennung. Je früher eine Zahnfleischerkrankung erkannt wird, desto besser ist sie behandelbar.
Ein moderner Test, der entzündlichen Gewebeabbau frühzeitig sichtbar macht – noch bevor irreversible Schäden entstehen.
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Früherkennung schützt Ihre Zähne – und Ihren gesamten Körper.